Vector Patrol – …ein riesiger Sprung für die Vectrex

Bei der von der Presse groß angekündigten Super-Blau-Blutmondfinsternis am 31. Januar hat wohl niemand in Deutschland wirklich etwas gesehen. Es war bewölkt und eine Mondfinsternis kommt öfter vor und ist im Vergleich zu einer Sonnenfinsternis auch nicht so eindrucksvoll. Diese Finsternis vom Mond aus gesehen wäre durchaus sehenswert gewesen.

Sehenswert und spannend ist auch eine Fahrt über den Mond, die man mit Vector Patrol auf der Vectrex jetzt machen kann. Nach Vectrexians und Vector Pilot hat Kristof Tuts mit Vector Patrol nun sein drittes Spiel für die Vectrex herausgebracht. Und was für ein klasse Spiel! In dem Klon des Spielhallenklassikers Moon Patrol steuert der Spieler ein Mondfahrzeug und muss dabei Kratern, Minen und einiges mehr geschickt überspringen, Bomben und Schüssen ausweichen und Raumschiffe und Panzer abschießen.

Wieder hat Kristof die Vectorgrafik und die Farbfolie optimal eingesetzt und aufeinander abgestimmt. Vector Patrol liegt mit der Grafik, der Musik und den Geräuschen und auch vom Spielgefühl und -inhalt sehr nahe am Original. Darüberhinaus bietet Vector Patrol eindrucksvolle Zwischensequenzen in 3D und Themen, die freigespielt werden können. Kristof hat alles aus der Vectrex herausgeholt. Vielen Dank Kristof, für das exzellente Vector Patrol!

VecFever – Gib mir das Fieber zurück

In den 80ern rollte die neue deutsche Welle über Deutschland. Die 99 Luftballons und Major Tom dürften dem einen oder anderen noch im Gedächtnis sein. Als 1985 Rolf Maahns „Fieber“ im Radio trällerte, war die Vectrex bereits wieder Geschichte.

Die Vectrex-Fans dürfen jetzt fiebern:
Nach der Entwicklung des eindrucksvollen Robot Arena setzte Thomas Sontowski die Entwicklung für die Vectrex fort und widmete sich dabei nicht nur der Software sondern auch der Hardware. So entstand die „VecFever“, eine sehr universelle, wiederbeschreibbare Multi-Cartridge. Die VecFever hat einiges zu bieten und ist das „Schweizer Taschenmesser“ für die Vectrex.

– Für Vectrex-Spieler bietet die VecFever:
Auf die VecFever hat Thomas seine Spiele Robot Arena, The Core, Head On und Rock ‚N‘ Saucers gepackt; vier sehr gut gemachte und herausfordernde Vectrex-Titel.
Alle Originalspiele von GCE sind ebenfalls dabei und die VecFever bietet auch hier eine Besonderheit: Jedes der Originalspiele hat eine eigene Highscore-Liste mit dem Logo des jeweiligen Spiels und der Spieler kann nach Erreichen eines Highscores wie von der Spielhalle bekannt seine Initialen eingeben und sich so in die Highscoreliste des jeweiligen Spiels eintragen. Die Highscore-Listen werden dabei permanent gespeichert, d.h. die Highscores stehen auch nach dem Ausschalten weiterhin zur Verfügung.
Vectexspiele (Binaries) können vom PC auf die VecFever übertragen und wie bei jeder Multi-Cartridge über ein Menü gewählt, gestartet und gespielt werden.

Schließlich bietet die VecFever noch eine Jukebox-Funktion mit der man fast 3,5 Stunden lang Musik, sogenannte Chiptunes, anhören kann.

– Für Vectrex-Entwickler bietet die VecFever:
Für Entwickler ist die VecFever durch die Integration in die Vectrex-Entwicklungsumgebung VIDE interessant: Über ein USB-Kabel können das entwickelte Spiel auf die VecFever übertragen und direkt auf der Originalkonsole getestet werden. Das ist wichtig, denn VIDE bietet zwar einen Emulator, die Originalkonsole verhält sich in manchen Punkten jedoch sehr speziell so dass ein Test unabdingbar ist.

Mit der VecFever ist Thomas ein Glanzstück für die Vectrex gelungen, das Spieler und Entwickler gleichermaßen begeistern wird. Für die Vectrex und deren weitere Zukunft sind VIDE und die VecFever wichtige Puzzleteile. Vielen Dank, Thomas, für die überragende VecFever!